„Wir hoffen, euch geht’s gut und ihr geniesst den Sommer! Wir geniessen die warmen Tage – draussen im Garten, im Park oder während die Kinder im Minipool planschen. Es tut gut, einfach mal etwas langsamer unterwegs zu sein, viel frische Luft zu tanken und den Alltag ein wenig lockerer zu nehmen. “
Rumänien & Bulgarien
Start ins Abenteuer
Bevor wir überhaupt richtig losfahren konnten, brauchten wir fast drei Wochen zum Packen und Vorbereiten. Während wir unterwegs waren, wohnte eine befreundete Familie bei uns, passte auf unsere Katzen auf und richtete sich mit ihren Sachen gemütlich bei uns ein.
Unsere Route führte uns über die südliche Grenze Moldaus nach Rumänien. Die erste Nacht verbrachten wir in Galati. Am nächsten Tag stand die lange Fahrt Richtung Bulgarien an, vorbei an der Grenze bei Silistra. Schon vor der Grenze passierte dann ein kleiner Zwischenfall: Leica wurde von einem Strassenhund angebellt, und ich wollte sie gerade noch zurückhalten – prompt verbrannte ich mir den Finger an der Hundeleine. Ich fing dann an, meinen Finger zu kühlen, und holte mir auch noch einen Spray aus der Apotheke. Nach etwa zwei Stunden Kühlen war es immer noch nicht besser. Wir mussten ewig lange auf die Fähre warten, es war heiss, und somit gab es dann das, was es geben muss: Familienstreit wie bei RTL 2. Ein Drama auf der Strasse, das die anderen Wartenden wunderbar unterhielt! Dr. Google beruhigte mich später: Ich muss den Finger nicht amputieren, ich hatte ihn einfach zu lange gekühlt und sollte nun sofort damit aufhören.
Danach überquerten wir die Grenze und setzten unsere Reise nach Bulgarien fort. In Warna angekommen, entschädigten Strand, Cafés, gutes Essen und die entspannte Atmosphäre für alles. Ein Ausflug nach Nessebar zeigte uns eine wunderschöne Altstadt auf einer Landzunge mit byzantinischer Architektur, die uns sehr beeindruckte.
Bevor wir nach Griechenland fuhren, legten wir noch einen Zwischenhalt in Kardschali ein, einer kleinen Stadt mit viel islamischem Einfluss. Dort hatten wir ein Ferienhäuschen neben einem Wald gemietet – ideal, um einfach durchzuatmen und die Kinder spielen zu lassen.
Unsere Route von Moldau in die Schweiz
(im Video mit dem Flieger, aber wir sind natürlich gefahren)
Griechenland
Geschichte, Klöster & Meer
Über das hügelige Inland erreichten wir Kavala. Historisch interessant, denn Paulus kam hier erstmals nach Europa. We besuchten die Ruinen von Philippi – beeindruckend zu sehen, wo Paulus und Silas predigten (Apostelgeschichte 16,16–24), verhaftet wurden und ihr Gefängniswunder erlebten (Apostelgeschichte 16,25–34). Vor Ort wird die Bibelgeschichte auf eine ganz andere, sehr eindrückliche Weise lebendig.
Danach ging es nach Thessaloniki. Auch wenn Tim unter der Woche arbeiten musste, versuchten wir die Wochenenden für Familienausflüge zu nutzen: Stadtbesichtigungen, eine Schiffstour entlang der Küste mit der „Black Pearl“ und natürlich griechisches Essen inklusive Eis.
Ein absolutes Highlight war Meteora: orthodoxe Klöster auf Sandsteinfelsen – man kann es kaum beschreiben, wie imposant das vor Ort wirkt. Leider blieb nur ein Abend, aber der Sonnenuntergang entschädigte für jede Minute Fahrt.
Die letzten griechischen Tage verbrachten wir am Meer in Igoumenitsa. Da es am Abend stark regnete, buchten wir für mich und Elia ein kleines Zimmer statt des Zelts – eine sehr gute Entscheidung, praktisch und trocken. Tim und die Grossen mussten im Dachzelt schlafen. 😊
Italien
Schiff, Ferrari & Gardaland
Am 5. September ging es mit der Fähre von Igoumenitsa nach Ancona. 22 Stunden auf dem Schiff, sechs Personen + 1 Hund in einer Kabine. Eng, aber machbar. Für Leica gab es zwar ein Hundeklo, das sie aber komplett ignorierte – 22 Stunden lang hielt sie brav durch! (Nicht so wie andere Hunde, die in den Gang kackten 😃)
In Italien überraschten wir die Kinder mit dem Ferrari-Museum in Maranello – ein riesiger Spass für fast die ganze Familie. Ich (Silvia) fand das Pizza- und Gelatoessen danach viel spannender. Das andere davor waren nur so Autos – sieht man auch auf jeder Strasse. Danach fuhren wir an den Gardasee ins Gardaland – quasi eine kleine Tradition für unsere Familie. Vier Tage lang auf Achterbahnen, Wasserattraktionen und natürlich auch Kleinkinderbahnen. Der Opa aus Österreich, Tims Vater, kam auch noch für kurze Zeit zu uns, und die Kinder genossen es sehr, ihm ihren Lieblingspark zu zeigen. Auf die krassen Bahnen ging er nicht mit ihnen, aber mit Elia auf die Kindereisenbahn zu gehen, machte ihm auch Spass.
Nach dem Gardapark machten wir noch einen Zwischenstopp in Domodossola, bevor es mit dem Autozug pünktlich zu unserem Treffen in Thierachern in die Schweiz ging.
Heimataufenthalt Schweiz
Familie und Freunde
Unser Willkommensfest war ein emotionaler Auftakt: Familie und Freunde, gutes Essen und viele Umarmungen.
Wir mieteten Ferienwohnungen in Frutigen und Niedermuhlern – perfekt, um Termine zu erledigen, Freunde zu besuchen und trotzdem Rückzugsmöglichkeiten zu haben. Zwischen Zahnarzt- und Tierarztbesuchen, Brillenabholung, Autowerkstatt und Kinderlager hatten wir trotzdem jede Menge Zeit für gemeinsame Unternehmungen: Chästeilet im Justistal, Planetarium, Thermalbad, Indoorspielplatz, Maislabyrinth, Restaurant „Blinde Kuh“, Kirchenbesuche – und die Kinder hatten ihr Adonia-Lager.
Es war sehr schön, viele von euch nach der langen Zeit wieder zu sehen. Danke für eure Besuche, Einladungen und fürs Kommen zu unserem Fest. Dies bedeutet uns sehr, sehr viel und gibt uns Kraft und Energie für unsere Arbeit hier in Moldau. DANKE
Luzern
Freunde besuchen
Die letzten drei Tage in der Schweiz verbrachten wir in der Region Luzern. Wir durften bei Rubens Götti und seiner Familie wohnen (DANKE) und besuchten Laras Götti sowie Elias’ Gotti. Ausserdem besuchten wir unsere Göttikinder Samuel und Noemi. Um es kurz zu machen: Wir waren bei Arnets; sie sind bei zwei unserer Kinder Götti und Gotti, und wir bei zwei ihrer Kinder. Es war ein schöner, gemütlicher Abschluss der Schweiz-Zeit, geprägt von wunderbaren Besuchen und gemeinsamen Momenten.
Salzburg
Zeit mit Tims Eltern
Danach fuhren wir nach Salzburg, wo Tims Eltern in Hallein wohnen. Aber da wir ja immer alles spannender machen müssen als „normal“, vergassen wir unterwegs zu tanken. Somit hatten wir dann irgendwann keinen Antrieb mehr. Wir blieben auf der Autobahn stecken, kurz vor dem Ziel, und mussten danach vom ADAC zur Tankstelle abgeschleppt werden. Die Kinder fanden es lustig, wir nun auch – aber damals fand ich es echt einen teuren Spass.
Endlich in Hallein angekommen, verbrachten wir eine Woche mit Oma und Opa. Die Kinder halfen dem Opa bei seiner Modelleisenbahn, besuchten ein naturhistorisches Museum, und wir gingen alle zusammen in die Trampolinhalle. Auch Michi, der Grossonkel aus England, kam gerade zur gleichen Zeit zu Besuch. Ein wunderschöner Zufall. Diese Zeit war besonders wertvoll, weil wir die Enkelzeit mit den Grosseltern intensiv geniessen konnten.
Danach hiess es ein letztes Mal Abschied nehmen von lieben Menschen. Danke auch euch für die wunderbare Zeit.
Am 11. Oktober flog ich mit Anna und Elia von Wien zurück nach Moldau, während Tim, Lara, Ruben und Leica mit dem Auto zurückfuhren. Über Ungarn und Rumänien ging es zurück, und dafür brauchten sie drei Tage. Dies war etwas schneller als unser Weg in die Schweiz.
Fazit
Diese zwei Monate waren intensiv und wunderschön: neue Orte, alte Freunde, Familie, Abenteuer, Sonne, Strand und Geschichte. Wir sind dankbar, dass wir das alles erleben durften und gleichzeitig froh, wieder zu Hause zu sein.
Jetzt geniessen wir wieder Ruhe, Lego-Bauzeiten und das vertraute Leben in Moldau, aber wir vermissen euch alle sehr.
Bald berichten wir mehr über unseren Alltag hier und was wir so arbeiten.
Bis dahin: Ihr seid jederzeit herzlich willkommen in Chisinau!

